
Ein buntes Programm mit stimmungsvoller „Musik zum Jahreswechsel“ boten TKV-Mitglied Wolfram Graf am Klavier und der Flötist Martin Seel am Silvesternachmittag im Gemeinschaftsraum der Anthroposophischen Gesellschaft in Hof. Auf einen fröhlichen Einstieg mit Georg Friedrich Händels „Ankunft der Königin von Saba“ folgte ein besinnlicher Rückblick auf die Weihnachtszeit mit Wolfram Grafs „Romance pastorale“. Bekannt, beliebt und immer wieder gern gehört ist Johann Sebastian Bachs „Air“, mit der die beiden Musiker die Besucherinnen und Besucher im bis auf den letzten Platz besetzten Gemeinschaftsraum berührten. Neben vertrauten Werken aus dem Repertoire brachten Graf und Seel auch Unbekanntes zu Gehör. Als selten gespielte Perle erwies sich dabei das ebenso melodiöse wie virtuose Stück „Introduction, Thema und Variationen“ aus der Feder des erst 15-jährigen Richard Strauss.

Schwungvoll und spielerisch leicht wirkte die Sonatina des Ungarn Pal Jardany, ein Zeitgenosse seiner beiden berühmten Landsmänner Zoltán Kodály und Béla Bartók. Ein Höhepunkt im Konzert der beiden hervorragend aufeinander eingespielten Musiker Wolfram Graf und Martin Seel war die Uraufführung der Sonate in G op. 385 von Klaus Miehling. Entstanden war das Werk des in Freiburg lebenden Musikwissenschaftlers und Komponisten auf Anregung von Wolfram Graf. Als harmonisch in der Klangsprache und zugleich originell beschrieb Graf, der mit seinen interessanten und kurzweiligen Ausführungen durch das Programm führte, die anspruchsvolle Sonate. Weil an Silvester ein Walzer nicht fehlen darf, gab es zum Abschluss des offiziellen Programms ein „Schmankerl“: „Schön Rosmarin“ des Geigers Fritz Kreisler in einer Version für Flöte und Klavier. Zum Dank für den begeisterten Applaus des Publikums spielten die beiden Musiker als Zugabe Antonín Dvořáks „Humoreske“ – verbunden mit dem Wunsch Grafs an die Anwesenden, trotz all der Krisen in der Welt die Fröhlichkeit nicht zu verlieren. (B.S.)
