
Am Samstag, den 19. September 2026 um 21:00 Uhr erklang das dritte HALLERSTEINER NACHTKONZERT 2026 in der Dorfkirche Hallerstein. Die traditionsreiche Reihe – seit mehreren Jahrzehnten – ist inzwischen eine Veranstaltung des Tonkünstlerverbands Oberfranken e.V. (vormals Tonkünstlerverband Hochfranken) in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Hallerstein unter der Gesamtleitung von Christopher von Mammen. An besagtem Samstag hieß es nun „Von Telemann bis Ternes – Lautmalerisch durch Raum und Zeit“ mit Anja Weinberger (Flöte / Altflöte) und Irene von Fritsch (Violoncello). Dieses Konzert lud zu einer musikalischen Reise durch verschiedene Epochen und Klangwelten ein. Flöte und Violoncello begegneten sich dabei auf Augenhöhe und entfalteten gemeinsam ein facettenreiches Spektrum an Klangfarben, Stimmungen und Ausdrücken – mal verspielt und tänzerisch, mal innig und gesanglich, dann wieder geheimnisvoll, farbenreich oder voller mitreißender Virtuosität. Jede Komposition eröffnete ihren ganz eigenen musikalischen Kosmos. Der Bogen spannte sich dabei vom Barock (Telemann) bis hin in die Gegenwart (Ternes) und zeigte, wie zeitlos Klangmalerei sein kann. Mit feinen Nuancen und lebendigen musikalischen Bildern ließen die Künstlerinnen Landschaften, Stimmungen und Emotionen entstehen und nahmen das Publikum mit auf eine Reise voller Kontraste und überraschender Klangwelten. Das abwechslungsreiche Konzerterlebnis, das den Zuhörer durch Raum und Zeit führte, machte die Vielfalt musikalischer Ausdruckskraft erlebbar.

Beide Künstlerinnen beeindruckten neben ihren Ensemblestücken auch mit Solowerken. Da erneut zahlreiche Publikum dankte es ihnen mit viel Applaus. Unterhaltsam aber auch nachdenklich endete mit diesem dritten Hallersteiner Nachtkonzert die erfolgreiche Reihe für dieses Jahr – die Planungen für nächstes Jahr sind aber bereits im Gange. Anja Weinberger selbst sagte zu ihrem Programm: „Unser Motto „Von Telemann bis Ternes“ zeigt, wohin die Reise geht: Das Programm führt von der Prachtentfaltung des Spätbarock über intime Kammermusik der noch früheren Jahre bis hin zu den lautmalerischen, spannungsreichen Musikerzählungen unserer Zeit. Und nicht nur das: Alle Werke des Abends laden ein, in eine unverwechselbare Stimmung einzutauchen – sei es Liebeskummer oder Naturverbundenheit, Lebensfreude oder Melancholie, Übermut oder Nachdenklichkeit. So unterschiedlich die Werke auch sind, eines haben sie gemeinsam: Ganz ohne Worte erzählen sie ihre Geschichten und eröffnen für einen Moment ihre eigene Klangwelt.“ So spannend kann klassische Musik sein. Freuen wir uns schon jetzt auf kommende Konzerte: herzliche Einladung!
